Skonto-Rechner

Gib Rechnungsbetrag, Skontosatz, Skontofrist und Zahlungsziel ein. Du siehst sofort Skontobetrag, Zahlbetrag und den effektiven Jahreszins, den dein Kunde durch die Skontonutzung spart.

Skontobetrag
20,00 €
Zahlbetrag mit Skonto
980,00 €
Effektiver Jahreszins
36,73 %

Unverbindliche Berechnung. Ersetzt keine Steuerberatung.

Skonto auf der Rechnung formulieren

Skonto steht meist als Zahlungsbedingung auf der Rechnung, kann aber auch schon vorher im Vertrag oder in deinen AGB vereinbart sein. Ohne eine dieser Vereinbarungen kann dein Kunde ihn nicht wirksam ziehen. Eine übliche Formulierung lautet:

„Zahlbar innerhalb von 10 Tagen mit 2 % Skonto, innerhalb von 30 Tagen ohne Abzug netto Kasse.“

Nenne dabei immer beide Fristen (Skontofrist und Zahlungsziel) und den Prozentsatz. Der Skontosatz bezieht sich, wenn nicht ausdrücklich anders vereinbart, auf den Bruttobetrag der Rechnung; wie sich das auf die Umsatzsteuer auswirkt, erklärt der nächste Abschnitt. Wie du eine vollständige Rechnung aufbaust, liest du in der Anleitung zum Rechnungschreiben, die Zahlungsbedingung mit Skonto steht dort ganz am Ende, direkt bei den Kontodaten.

Skonto brutto oder netto, und die Umsatzsteuerkorrektur

Skonto wird auf den Bruttobetrag der Rechnung gewährt, also inklusive Umsatzsteuer. Zieht dein Kunde den Skontobetrag ab, sinkt damit auch die Bemessungsgrundlage für die Umsatzsteuer. Nach § 17 Abs. 1 UStG musst du in diesem Fall die von dir geschuldete Umsatzsteuer entsprechend berichtigen. Dein Kunde berichtigt im Gegenzug seinen Vorsteuerabzug um denselben Betrag. In der Praxis übernimmt das die Buchhaltungssoftware: Die Zahlung mit Skonto wird als Teilzahlung mit Skontoabzug verbucht, die Korrektur ergibt sich automatisch aus der Differenz zum Rechnungsbetrag.

Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weist du keine Umsatzsteuer aus. Die Korrektur entfällt dann, der Skontoabzug mindert einfach den offenen Bruttobetrag.

Skonto oder Kontokorrentkredit: was ist günstiger?

Für deinen Kunden ist die Frage meist nicht „Skonto ziehen oder nicht“, sondern „woher kommt das Geld für die frühere Zahlung“. Reicht die Liquidität nicht, kann er die Rechnung kurzfristig über den Kontokorrentkredit vorfinanzieren. Der effektive Jahreszins aus dem Rechner oben zeigt genau, ab welchem Kontokorrentzins sich das noch lohnt: Liegt der Dispo- oder Kontokorrentzins der Bank unter dem effektiven Jahreszins des Skontos, ist die Vorfinanzierung günstiger als der Skontoverzicht.

Weitere Rechner rund um Zahlungsfristen

Wenn du wissen willst, ab wann dein Kunde ohne Skonto in Verzug gerät, nutze den Zahlungsziel-Rechner. Ist eine Rechnung bereits überfällig, berechnet der Verzugszinsen-Rechner die gesetzlichen Verzugszinsen.

Häufige Fragen

Was ist Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass, den du deinem Kunden gewährst, wenn er innerhalb einer kürzeren Frist als dem eigentlichen Zahlungsziel zahlt. Übliche Sätze liegen zwischen 2 und 3 Prozent bei 7 bis 14 Tagen Skontofrist.

Wie berechne ich den Skontobetrag?

Skontobetrag = Rechnungsbetrag × Skontosatz ÷ 100. Bei 1.000 € Rechnungsbetrag und 2 % Skonto sind das 20 €. Der Kunde zahlt dann 980 € statt 1.000 €.

Warum lohnt sich Skonto für meinen Kunden oft trotzdem, obwohl der Prozentsatz klein wirkt?

Weil sich der kleine Satz auf eine kurze Zeitspanne bezieht. Rechnest du ihn auf ein Jahr hoch, ergibt sich ein hoher effektiver Jahreszins. Bei 2 % Skonto, 10 Tagen Skontofrist und 30 Tagen Zahlungsziel sind das schon rund 36,7 % pro Jahr, deutlich mehr als der Zinssatz für einen kurzfristigen Kontokorrentkredit. Für deinen Kunden lohnt es sich deshalb oft, die Rechnung notfalls über den Kontokorrent vorzufinanzieren, um den Skontoabzug zu nutzen.

Muss ich bei Skonto die Umsatzsteuer korrigieren?

Ja. Zahlt dein Kunde mit Skonto, sinkt die Bemessungsgrundlage nach § 17 UStG nachträglich. Du musst die ausgewiesene Umsatzsteuer entsprechend berichtigen, dein Kunde passt im Gegenzug seinen Vorsteuerabzug an.

Gilt Skonto auch für Kleinunternehmer?

Als Kleinunternehmer nach § 19 UStG weist du ohnehin keine Umsatzsteuer aus, die Umsatzsteuerkorrektur entfällt also. Den Skontoabzug selbst kannst du trotzdem anbieten.

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