Was in ein gutes Angebot gehört
Ein schriftliches Angebot ist kein Pflichtdokument wie eine Rechnung, aber ohne diese Angaben wirkt es schnell unvollständig oder sorgt später für Streit:
- eine Angebotsnummer und das Datum, damit du und dein Kunde später darauf verweisen könnt
- eine Bindefrist bzw. ein „Gültig bis“-Datum: die Zeitspanne, in der dein Preis noch gilt
- eine genaue Beschreibung der Leistung inklusive Menge und Einheit
- den Preis pro Position sowie die Angebotssumme
- deine Kontaktdaten, damit der Kunde bei Rückfragen weiß, an wen er sich wenden kann
Ohne Bindefrist ist dein Angebot trotzdem bindend: § 145 BGB verpflichtet dich dazu, solange du die Bindung nicht ausdrücklich ausschließt, etwa mit „freibleibend“ oder „unverbindlich“. Was sich ohne festes Datum ändert, ist nur die Annahmefrist. Nach § 147 Abs. 2 BGB darf dein Kunde annehmen, bis du vernünftigerweise mit einer Antwort rechnen könntest, ein Fenster, das sich im Nachhinein kaum genau bestimmen lässt. Ein festes Datum unter „Gültig bis“ räumt diese Unsicherheit aus: Dein Kunde weiß, bis wann er zusagen muss, und du kannst danach neu kalkulieren, zum Beispiel wenn sich Materialpreise geändert haben.
So füllst du die Vorlage aus
Ausfüllbare PDF
Öffne die Datei im Adobe Acrobat Reader, im Browser oder in der Vorschau auf dem Mac. In die hellgrünen Felder trägst du Angebotsnummer, Bindefrist und deine Positionen ein. Die PDF rechnet nicht: Zeilenbeträge und die Angebotssumme trägst du selbst ein.
Excel-Datei
In Excel füllst du nur die grünen Zellen aus. Menge mal Einzelpreis pro Zeile, Nettobetrag, Umsatzsteuer und Angebotssumme rechnet die Tabelle automatisch. Die Datei funktioniert auch in LibreOffice, Numbers und Google Tabellen.
Druckversion
Die Druck-PDF ist dieselbe Vorlage ohne Formularfelder. Praktisch, wenn du das Angebot direkt beim Kundentermin von Hand ausfüllen willst.
Angebot oder Kostenvoranschlag?
Ein Angebot ist meist verbindlich: Nimmt dein Kunde es innerhalb der Bindefrist an, kommt der Vertrag zu genau diesem Preis zustande. Ein Kostenvoranschlag ist dagegen in der Regel nur eine unverbindliche Schätzung, etwa bei Handwerkerleistungen, deren Umfang sich erst während der Arbeit zeigt. Mehr zum Unterschied und zu typischen Formulierungen liest du im Beitrag Angebot schreiben als Freiberufler.
Vom Angebot zur Rechnung
Sagt dein Kunde zu, wird aus dem Angebot ein Auftrag, und am Ende schreibst du eine Rechnung, meist mit denselben Positionen. Mit SimplyBills legst du ein Angebot einmal an und wandelst es mit einem Klick in eine Rechnung um, inklusive automatischer Rechnungsnummer und E-Rechnung nach ZUGFeRD oder XRechnung. Mehr dazu auf der Seite Angebote erstellen.
